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Heike von Lützau-Hohlbein ist neue Vorsitzende des Dachverbandes der europäischen Alzheimer-Gesellschaften
Luxemburg – Die Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft Heike von Lützau-Hohlbein wurde am 30. September 2010 in Luxemburg zur neuen Vorsitzenden von Alzheimer Europe gewählt. Sie übernahm als erste Frau in dieser Position das Amt von Maurice O'Connell aus Irland, der das Amt sechs Jahre lang innehatte.
Zur stellvertretenden Vorsitzenden wurde Iva Holmerova, die erste Vorsitzende der tschechischen Alzheimer Gesellschaft gewählt. Heike von Lützau-Hohlbein war in den vier Jahren zuvor bereits die Schatzmeisterin von Alzheimer Europe. Zu ihrer Wahl erklärte sie: „Ich möchte dabei helfen, Visionen für ein besseres Leben der 7,3 Millionen Demenzkranken in den 27 Mitgliedsländern von Alzheimer Europe zu entwickeln, und Wege finden, um sie in die Realität umzusetzen.“
Alzheimer Europe ist die europäische Dachorganisation von 34 Alzheimer-Gesellschaften in Europa. Sie hat ihren Sitz in Luxemburg und feiert in diesem Jahr ihr 20jähriges Bestehen.
Quelle: Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V.
Führen Schlafstörungen zu Alzheimer?
Pennsylvania – Untersuchungen einer Arbeitsgruppe der University of Pennsylvania School of Medicine deuten darauf hin, dass Menschen mit Schlafstörungen möglicherweise besonders gefährdet sind, an Alzheimer zu erkranken. Für ihre Studie untersuchten die Wissenschaftler die Reaktion von Mäusen auf Schlafentzug. Für gewöhnlich schlafen diese Tiere tagsüber und nachts in kurzen Perioden – im Durchschnitt acht Stunden über Tag und Nacht verteilt. Die Forscher hinderten die Mäuse durch Streicheln mit einer Bürste und durch ihre Messungen am Schlafen und untersuchten im Abstand von drei Stunden die Hirnproteine.
Bei der Analyse der Proteine achteten die Forscher besonders auf das System namens UPR (unfolded protein response), eine Kontrollinstanz bei der Proteinsynthese im Endoplasmatischen Retikulum (ER). Es zeigte sich, dass die UPR bei zehn Wochen alten Mäusen einwandfrei funktionierte, bei zwei Jahre alten Mäusen hingegen versagte. Dadurch bildeten sich Aggregate aus fehlerhaften Proteinen.
Diese Erkenntnisse deuten darauf hin, dass mangelnder und schlechter Schlaf bei älteren Mäusen zur Verschlechterung bereits gestörter Schutzmechanismen führt. „Die Fehlfaltung und Aggregation von Proteinen ist mit zahlreichen Krankheiten wie etwa Alzheimer oder Parkinson assoziiert“, betont Erstautorin Nirinjini Naidoo:
„Wir können derzeit vermuten, dass es auch bei älteren Menschen infolge von Schlafstörungen zu einer zusätzlichen Belastung des Proteinhaushalts kommt.“
Nun wollen die Wissenschaftler im Gegenzug ermitteln, ob es protektive Schlüsselproteine gibt, deren Häufung den Effekten des Alterns und Schlafstörungen entgegenwirkt.
Quellen: Journal of Neuroscience (2008; 28:6539-6548). Deutsches Ärzteblatt

