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Archiv Jan-Jun 11

Fernsehen

Quarks & Co
Alzheimer – Forschen gegen das Vergessen


Sendung vom Dienstag, 2. Dezember 2008, 21.00–21.45 Uhr. Nachbestellung möglich für ausschließlich private Zwecke unter

www.wdr.de/tv/home/sendemitschnitte

QUIVIVE
rbb Fernsehen

Sendung zum Thema Alzheimer vom Mittwoch, 3. November 2010, 20.15–21.00 Uhr
Beiträge unter:

www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=5745536

Mona Lisa
ZDF

Der Beitrag begleitet den an Alzheimer erkrankten Sepp Friedrich und seine Frau Barbara im Alltag. Sendung vom 30.01.2011 in der ZDF Mediathek:

http://monalisa.zdf.de/ZDFde/inhalt/24/0,1872,8202264,00.html?dr=1

Schlaglicht:
Die Pflege-Oase – Ein Heim geht neue Wege
 
ARD Mediathek
Schlaglicht, Sendung vom Dienstag, 17.05.2011
Länge: 29 Minuten
 
Die "Villa am Buttermarkt" geht neue Wege. Stellen in der Verwaltung wurden gestrichen, dafür vier Pflegekräfte zusätzlich eingestellt. Das steigert die Qualität, obwohl das Personal trotzdem alle Hände voll zu tun hat.
Frau M. ist 100 Jahre alt und leidet an schwerer Demenz. Kaum noch etwas aus der Außenwelt dringt in ihr Bewusstsein vor. Damit sie sich dennoch wohl fühlt, bekommt sie hin und wieder ein Wellness-Bad mit Wohlfühl-Düften. „Mit Düften erreichen wir sie noch am leichtesten“, erklärt die Heimleiterin, Margarete Scherer-Vehrs die wichtige Funktion ihrer „Pflege-Oase“.

Die Reportage von "Schlaglicht"-Reporter und Pflegeexperte Gottlob Schober gibt eindrucksvolle Einblicke in den teils humorigen, aber auch traurigen Alltag des Heims. Auch in Adenau müssen sie täglich kämpfen. Das zeigt sich, als der Prüfbericht des medizinischen Dienstes in der Post liegt. Dann ist plötzlich Krisensitzung angesagt und die Aufregung groß.
 
 
Horizonte
Das vergessene Leben – Leben mit Demenz

ARD Mediathek
HORIZONTE, Sendung vom Samstag, 14.05.2011
Länge: 30 Minuten
 
Alzheimerkranke sind oft nicht mehr in der Lage, ihren Alltag allein zu meistern. Die Angehörigen sind überfordert und hilflos. Denn wie umgehen mit dem Vater, der panisch aus dem dunklen Theater herausrennt, oder der Mutter, die sich am Tisch wie eine Fünfjährige benimmt?

Den schwierigen und persönlichen Umgang mit der Demenzerkrankung seines Vaters hat der Schriftsteller Arno Geiger in seinem Buch "Der alte König im Exil" geschildert und vielen Menschen aus der Seele gesprochen. Selbst wenn Demenz in der Öffentlichkeit immer häufiger präsent ist, die Krankheit ist für die meisten Angehörigen oft ein Tabu. Doch das Thema wird zukünftig immer mehr beschäftigen: Demenz gilt als Alterskrankheit. Je älter man wird, umso höher ist das Risiko einer Demenzerkrankung. Das wird die Gesellschaft und die Pflegesysteme in Zukunft vor große Herausforderungen stellen. Vor welchen Herausforderungen Demenzkranke und Angehörige heute bereits stehen, macht "Horizonte" in einfühlsamen Reportagen deutlich. Zu Gast in der Sendung sind der Schriftsteller Arno Geiger und der Alzheimer-Experte und Hirnforscher Michael Madeja.
 
 
Gott und die Welt:
Mein Mann ist dement
 
Wenn die Liebe an ihre Grenzen kommt
Film von Manfred Uhlig
 
ARD Mediathek
Sendung vom Sonntag, 15.05.2011
Länge: 30 Minuten
 
Erika Weber hat Angst vor dem Tag, an dem ihr Mann sie nicht mehr erkennt. Dann wird sie sich ganz allein fühlen, obwohl sie doch ihren Ehemann Wolfgang an ihrer Seite hat. Seit 35 Jahren ist die Erzieherin mit dem ehemaligen Lehrer verheiratet. Zwei Kinder hat das Paar großgezogen, ein Haus gebaut. Träume hatten sie für einen gemeinsamen Lebensabend, aber die haben sich alle in Luft aufgelöst. Vor acht Jahren wurde bei ihm eine Demenz diagnostiziert, seither wird er nach und nach wieder zum Kind. Jetzt fragt sie sich, wie lange sie ihren Mann noch zu Hause betreuen kann.

Auch Karin David fragt sich, wie lange sie die Pflege ihres Mannes Dieter zu Hause noch bewältigen kann. Dass die ehemalige Kauffrau keinen Freiraum mehr für sich hat, im täglichen Zusammenleben „keine Luft mehr bekommt“, hat sie an ihre körperlichen und psychischen Grenzen gebracht. Doch ihren Mann ins Heim geben? „Dann hätte ich ein schlechtes Gewissen“, sagt sie.
Über den Zeitraum von einem halben Jahr haben Autor Manfred Uhlig und das NDR-Team die beiden Frauen mit ihren demenzkranken Männern in ihrem strapaziösen Alltag begleitet. Am Ende konnten sie nachvollziehen, warum bei vielen Angehörigen von Demenzkranken die Liebe an Grenzen kommt.
 

http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=7167180

SWR Mediathek
Nachtcafé
Talkshow – Thema: Horror Demenz
 
Sendung vom Freitag, 03.06.2011
 
Demenz ist die Volkskrankheit unserer alternden Gesellschaft. Fünf Millionen Menschen in Deutschland haben bereits heute ein alzheimerkrankes Familienmitglied. Und behalten die Demografen recht, wird sich die Zahl bis 2050 verdreifachen. Gleichzeitig bietet die Medizin bisher nur wenig Hoffnung. Wie sollen wir so lernen, mit dieser Krankheit zu leben – als möglicherweise einmal selbst Betroffene und als Angehörige?
 
Wie die Patienten selbst ihre Lebensqualität, ihren Leidensdruck empfinden, darüber weiß man im Moment sehr wenig. Großen Anteil hat sicherlich der Aspekt, wie und wo die Betroffenen gepflegt werden. Deutschlands Gesundheitspolitiker haben lange auf die Angehörigen gebaut: 720 000 Demenzkranke werden derzeit zu Hause gepflegt. Viele haben aber auch keine Alternative. Ihnen fehlt das Geld für eine gute Heimunterbringung, häufig betreiben sie Selbstausbeutung bis zum Burnout. Wie können wir unter diesen Voraussetzungen ein möglichst gutes Leben führen? Wie können wir lernen, mit der Angst vor dem Verlust von Kompetenzen und dem gewohnten Lebensstil umzugehen? Zu Gast bei Wieland Backes ist unter anderem der erfolgreiche Schriftsteller Arno Geiger, dessen neuer Roman von der Demenzerkrankung seines Vaters handelt.
 
 
EinsExtra Mediathek
Das Leben!
Wenn Oma Pflege braucht – die Prüfer vom medizinischen Dienst
 
Sendung vom Dienstag, 14.06.2011
21:00–21:45 Uhr (45 Minuten)
 
Olaf Zintarra ist gelernter Krankenpfleger. Seit mehreren Jahren arbeitet er nun schon als Gutachter und nimmt seine Arbeit beim Medizinischen Dienst der Krankenversicherung in Hannover sehr ernst. Fünf Patientenfälle muss er am Tag beurteilen. Trotz der knappen Zeit versucht er aber, den Menschen gerecht zu werden. Wenn er vereinsamte alte Menschen antrifft, dann geht ihm das nahe. Er versucht zu helfen, zu beraten – doch oft sind ihm die Hände gebunden, denn als Gutachter ist ihm ein enger gesetzlicher Rahmen vorgegeben. Er weiß, dass die Gutachter einen schlechten Ruf haben. Olaf Zintarra versucht daher, durch sein Auftreten das Image der Gutachter vom Medizinischen Dienst etwas zu verbessern.

Auch Diana Hollenbach vom Medizinischen Dienst in Schwerin weiß um die Ängste der Menschen, die sie besucht. Viele der Antragsteller in Mecklenburg-Vorpommern leben von sehr wenig Geld und benötigen oft dringend die finanzielle Unterstützung durch die Krankenkasse. Die Höhe der Zuwendung hängt vom Ergebnis des Gutachtens ab. Aber Diana Hollenbach kann den gesetzlichen Rahmen nicht über Gebühr strapazieren. Ausschlaggebend sind die Minuten, die Angehörige oder Pflegedienste für die Hilfe beim Waschen, Toilettengang etc. von Pflegebedürftigen aufwenden müssen. Not macht aber auch erfinderisch. So ist es vorgekommen, dass verschiedene Antragsteller ihr ein und dieselbe pflegebedürftige Person vorstellten. Die kranke Frau wurde zum Zwecke der Begutachtung „verliehen“. Doch die meisten Menschen sind ehrlich und offen, meint Diana Hollenbach.

In Berlin trifft Gutachter Ludger Waterkamp auf die verschiedensten häuslichen Verhältnisse: von der verwahrlosten Wohnung, in der er nicht mal einen Platz zum Sitzen findet, bis hin zu großherrschaftlichen Häusern, in denen es an nichts fehlt. Doch die Entscheidungen über die Pflegestufe müssen unabhängig von den Einkommensverhältnissen gefällt werden. Manchmal kommt Ludger Waterkamp dabei auch ins Grübeln, zum Beispiel dann, wenn er auf Menschen trifft, die viel emotionale Fürsorge in Form von Gesprächen und Besuchen brauchen, um psychisch stabil zu bleiben. Diese Art der Pflege fließt aber nicht in die Berechnung der Pflegeminuten hinein. Nach solchen Hausbesuchen bleibt dann das Gefühl, nicht helfen zu können, obwohl es angebracht wäre.

Je größer die Not, umso größer sind die Erwartungen von Seiten der Angehörigen. Diesen können die Gutachter meist gut standhalten. Aber immer wieder sind sie auch mit harten Schicksalen konfrontiert und müssen schwierige Entscheidungen treffen, die sie lange beschäftigen.
 
 

 


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