Media-Tipps
Wissenswertes aus den Medien
Fernsehen
Phoenix
Nacht von Montag, 07.11.2011, auf Dienstag, 08.11.2011
03:50–04:35 Uhr (45 Min.)
So funktioniert das Gedächtnis
Film von Annabel Gillings
Der Film folgt Wissenschaftlern, die das Wunderwerk unseres Erinnerungsvermögens enträtseln wollen. Anhand von persönlichen Schicksalen wird deutlich, welche Folgen traumatische Erlebnisse und Alzheimer für unser Gedächtnis haben können.
Das Gedächtnis ist beim Menschen so ausgeprägt wie bei keinem anderen Lebewesen. Es hilft uns dabei, uns weiterzuentwickeln, zu orientieren und Entscheidungen zu treffen. Doch es ist mehr als nur ein riesiger Datenspeicher: Erinnerungen tragen viel zur Persönlichkeitsentwicklung bei und machen jeden Menschen einzigartig. Aber was passiert, wenn diese Funktion im Gehirn gestört wird? Der Film gibt anhand von aktuellen Forschungsergebnissen Einblicke in die komplexen Wirkungsweisen unseres Gedächtnisses. Er zeigt aber auch auf, welche weitreichenden Folgen eine Störung dieser Gehirnfunktionen für den Alltag des Menschen haben kann. Forscher versuchen seit Jahrzehnten, die Speicherung und Verknüpfung von Erinnerungen im Gehirn zu entschlüsseln. So auch Professor Randy Buckner von der Harvard Universität in den USA. Er hat sich der Erforschung des menschlichen Gedächtnisses verschrieben und untersucht speziell die Auswirkungen des Älterwerdens auf unser Erinnerungsvermögen. Einer der fatalsten Angriffe auf unser Gedächtnis ist die Krankheit Alzheimer. Indem sie die Erinnerungen eines Menschen auslöscht, zerstört sie auch seine Persönlichkeit. John Stevenson hat seit sieben Jahren mit der Krankheit zu kämpfen. Seine Frau Mary muss ihm inzwischen bei allem helfen – selbst einfache Alltagsaufgaben wie Duschen und Zähneputzen kann er nicht mehr allein bewältigen. Forscher versuchen auch hier Erklärungen zu finden – und hoffen so, den Betroffenen bald helfen zu können.
WDR
Donnerstag, 10.11.2011
22:30–23:15 Uhr (45 Min.)
Menschen hautnah:
Die großen Volkskrankheiten
2. Alzheimer
Hoffnung im Kampf gegen das Vergessen
Film von Thomas Liesen und Volker Stollorz
Es gibt kaum eine Erkrankung, die mehr gefürchtet wird. Denn es droht nicht nur der Tod. Persönlichkeit und Würde eines Menschen stehen auf dem Spiel. Die Alzheimer-Erkrankung lässt nach und nach eine große Menge von Nervenzellen im Gehirn absterben – bis der Mensch nicht mehr weiß, wer er ist. Seit Jahrzehnten sucht die Forschung fieberhaft nach einem Heilmittel. Milliarden hat die Pharmaindustrie in Medikamentenversuche investiert. Bis heute erfolglos. Daher rechnen Wissenschaftler damit, dass sich die Zahl der Demenzkranken in den nächsten 20 Jahren verdoppeln wird. Eine Hoffnung bleibt: Die steckt ausgerechnet dort, wo die Krankheit besonders früh zuschlägt. Denn relativ junge Patienten haben ein besonders „reines“ Alzheimer, ohne andere Alterserscheinungen, die die Gehirnaktivität ebenfalls beeinträchtigen – ein Glücksfall für Forscher. Ein Betroffener ist Jürgen H. Der Bäckermeister war erst 59, als sein Gedächtnis nicht mehr wie gewohnt funktionierte. Seitdem lässt sich der geistige Verfall mit keinem der zur Verfügung stehenden Medikamente stoppen. Doch die Universität Bonn testet jetzt ein ganz neues, bisher einmaliges Mittel: Einen Impfstoff, gewonnen aus dem Blutplasma gesunder Menschen. Und Jürgen H. gehört zu den ersten Menschen weltweit, an denen das Mittel getestet wird. Auch Yvonne J. stellt sich der Forschung zur Verfügung. Bei der erst 42-Jährigen haben Demenzspezialisten der Uniklinik Frankfurt vor einem Jahr Alzheimer diagnostiziert. Ein schwerer Schicksalsschlag, auch für ihren Ehemann und den zwölfjährigen Sohn. Denn Yvonne J., so vermuten ihre Ärzte, leidet an einer seltenen Form von Alzheimer, die erblich ist. Mit einem Gen-Test soll nun herausgefunden werden, ob sie die krank machende Erbanlage tatsächlich in sich trägt. Wäre das der Fall, wird auch ihr Sohn mit 50%iger Wahrscheinlichkeit an Alzheimer erkranken ...
arte
Donnerstag, 17.11.2011
08:00 Uhr
Schwerpunkt: Hauptsache gesund!
Medizin im 21. Jahrhundert (3/3):
Demenz – Hoffen auf Heilung?
Dokumentation
Für Oscar Wilde war Gesundheit „die erste Pflicht im Leben“, Sebastian Kneipp warnte: „Wer nicht jeden Tag etwas Zeit für seine Gesundheit aufbringt, muss eines Tages sehr viel Zeit für die Krankheit opfern.“ Einig ist man sich auch noch heute, dass Gesundheit eines unserer wertvollsten Güter ist. Deshalb ist das Entsetzen jedes Mal groß, wenn Schlagzeilen über Ärztemangel, nutzlose, zum Teil sogar gefährliche Pillen, unnötige Operationen oder die Kostenexplosion im Gesundheitswesen die Runde machen. Der ARTE-Themenschwerpunkt „Hauptsache gesund!“ vom 8. bis zum 22. November beschäftigt sich mit den wichtigsten Akteuren des Gesundheitswesens: den Ärzten, den Patienten und nicht zuletzt der Pharmaindustrie. Der Schwerpunkt geht Arzneimittelskandalen und dubiosen Medikamentenzulassungspraktiken auf den Grund und zeigt Wege auf, wie Ärzte die medizinische Versorgung verbessern und Patienten ihre Genesung positiv beeinflussen können.
Am 17. November geht es im Rahmen des Themenschwerpunkts „Hauptsache gesund!“ um Demenz. Ausgestrahlt wird der dritte Teil der Dokumentation „Medizin im 21. Jahrhundert“, in dem gefragt wird, ob es eine Hoffnung auf Heilung von Demenz gibt.
Kontext

