Okt-Dez 2011
Walnüsse können Risiko für die Entwicklung von Alzheimer senken
Neue Forschungsergebnisse, die jetzt in der Zeitschrift "Neurochemical Research" veröffentlicht wurden, zeigen, dass ein Extrakt der Walnuss Nervenzellen vor den schädlichen Auswirkungen der für Alzheimer typischen Eiweißablagerungen (so genannte Amyloid-Plaques) schützen kann. Bestandteile davon produzieren freie Sauerstoffradikale, die oxidativen Stress verursachen und zum Tod der Nervenzellen führen. Antioxidantien können Sauerstoffradikale unschädlich machen, und Walnüsse enthalten verschiedene Antioxidantien.

Forscher der University of Scranton, Pennsylvania, konnten in einer Studie an Zellen nachweisen, dass das Walnussextrakt schützend wirkt. Es mindert den oxidativen Stress und verhindert eine Schädigung und das Absterben der Zellen, die durch Eiweißbestandteile der Plaques verursacht werden. Nach Ansicht des Forscherteams unter der Leitung von Dr. Abha Chauhan weisen die Ergebnisse darauf hin, dass eine Ernährung, die Walnüsse integriert, das Risiko für die Entwicklung von Alzheimer senken kann.
Studie: Protective Effects of Walnut Extract Against Amyloid Beta Peptide-Induced Cell Death and Oxidative Stress in PC12 Cells, http://ots.de/zxdzO
Autor/Kontakt: California Walnut Commission Übermittelt von: news aktuell GmbH, URL: http://www.presseportal.de
Hilfe für Demenzkranke meist außerhalb der Pflegeversicherung
Demenzkranke erhalten oft kein Pflegegeld oder keine Sachleistungen von der Pflegekasse, weil sie körperlich noch fit sind. Gerade ihre Mobilität macht die Patienten aber zu besonders intensiven Betreuungsfällen. Die Pflegeversicherung zahlt zumindest einen Zuschuss zu den Betreuungskosten von monatlich 100 Euro, in schweren Fällen bis zu 200 Euro. Außerdem bietet die Krankenkasse Unterstützung: Die Hilfe reicht von Sprechtherapie bis Krankengymnastik. Medikamente bremsen den geistigen Abbau und behandeln Begleiterscheinungen wie Depressionen.
Im täglichen Leben helfen vor allem Angebote außerhalb der Versicherungen. Das Versorgungsamt stellt bereits bei mittelschwerer Demenz einen Schwerbehindertenausweis aus. Der bringt neben Steuererleichterungen auch Vergünstigungen in öffentlichen Einrichtungen. Unterstützung bieten auch Selbsthilfegruppen, in denen Betroffene Mut schöpfen können, trotz Krankheit am Alltag teilzunehmen. Für die Angehörigen bieten Pflegekassen und freie Träger kostenlos Kurse zum Umgang mit Demenzkranken an. Pflegeberater helfen bei der Orientierung oder Vermittlung von Angeboten.
Umfassende Informationen zur gesetzlichen Pflegeversicherung und Demenz sind in der August-Ausgabe der Zeitschrift „Finanztest“ und online unter www.test.de/demenz-hilfen veröffentlicht.
Quelle: http://www.pressrelations.de/new/standard/result_main.cfm?r=459990&aktion=jour_pm
LOGBUCH Demenz: neues Instrument verbessert die Koordination der Demenzversorgung
Beim Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) können Menschen mit Demenz, ihre Angehörigen und beratende Dienste ein neues Instrument bestellen: das LOGBUCH Demenz. Es hilft dabei, die Behandlung und Hilfen für Demenz-Patienten zu koordinieren und ist der erste zielgruppenspezifische Patientenpass seiner Art.
„Viele an Demenz Erkrankte möchten gerne lange zu Hause wohnen bleiben, gleichzeitig brauchen ihre pflegenden Angehörigen Entlastung. Dafür ist es wichtig, dass sie viele verschiedene Hilfen in Anspruch nehmen“, erklärt Dr. Peter Michell-Auli, Geschäftsführer des KDA. Oft jedoch stünden die unterschiedlichen Hilfen nicht miteinander in Kontakt und stimmten sich nicht aufeinander ab. Hier setzt das LOGBUCH Demenz an. Es ermöglicht ein effizientes Schnittstellen- und Kommunikationsmanagement, um den betroffenen Familien zu mehr Handlungssicherheit zu verhelfen", erklärt Michell-Auli weiter.
Im LOGBUCH Demenz wird jede Entwicklung im Verlauf der Krankheit dokumentiert. So können alle an der Versorgung eines Demenz-Patienten Beteiligten Krankheit und Behandlung sehen und verstehen. Auch Arztbriefe, Ausweise, eine Medikamentenübersicht und andere wichtige Dokumente können darin aufbewahrt werden. Im Notfall liefert das Buch Ärzten und Helfern einen schnellen Überblick über den Patienten. So können sie sich gezielt um ihn kümmern.
Das LOGBUCH Demenz wurde im Modellprojekt LOTTA (www.projekt-lotta.de) von der PariSozial Minden-Lübbecke in Zusammenarbeit mit der Diakonie Stiftung Salem entwickelt. Während seiner praktischen Erprobung erfuhr es bereits breite Akzeptanz, sagt Hartmut Emme von der Ahe, Leiter des Projekts LOTTA. Das Buch genügt datenschutzrechtlichen Anforderungen. Die Patienten oder ihre Vertreter geben die Daten selbst weiter. Dritte Personen hingegen benötigen für die Weitergabe eine Einwilligung des Patienten.
Die Stiftung Wohlfahrtspflege NRW hat durch seine Förderung die Entwicklung des LOGBUCH Demenz ermöglicht. Außerdem förderte die AOK NordWest die Herstellung des Patientenpasses.
Das LOGBUCH Demenz kann beim Kuratorium Deutsche Altershilfe unter www.kda.de bestellt werden:
PariSozial Minden-Lübbecke /Diakonie Stiftung Salem (Hrsg.)
LOGBUCH Demenz. Köln: KDA, 2011
ISBN: 978-3-940054-22-7
Preis: 6 Euro zzgl. Versand
Quelle: prmaximus via Presseportal openBroadcast
Neues Informationsangebot der Alzheimer Forschung Initiative: Umgang mit Alzheimer-Patienten – was kann ich tun?
Das 4-seitige Faltblatt "Umgang mit Alzheimer-Patienten – was kann ich tun?" bietet kurz und knapp einen Überblick über nützliche Verhaltenstipps im Umgang mit Demenz-Patienten. Das kostenlose Faltblatt ist per Post zu bestellen bei der Alzheimer Forschung Initiative e. V., Kreuzstr. 34, 40210 Düsseldorf, per Internet unter http://www.alzheimer-forschung.de oder einfach über die kostenlose Hotline 0800 200 40 01.
Die Alzheimer Forschung Initiative (AFI) ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein. Seit 1995 fördert die AFI mit Spendengeldern Forschungsprojekte engagierter Alzheimer-Forscher und stellt kostenloses Informationsmaterial für die Öffentlichkeit bereit. Interessierte und Betroffene können sich auf http://www.alzheimer-forschung.de über die Alzheimer-Krankheit informieren und Ratgeber bestellen. Ebenso finden sich auf der Webseite Informationen zur Arbeit des Vereins und allen Möglichkeiten zu Spenden.
Quelle: Alzheimer Forschung Initiative e. V. via Presseportal openBroadcast
Verein Nichtvergessen e. V. kämpft für mehr Aufklärung als Schutz vor Demenz
„‚Opa ist verkalkt.’ So einfach lautete früher die Erklärung, als Großvater anfing sonderlich zu werden", erklärt Axel Kappey, Initiator des Vereins Nichtvergessen e. V., der am Welt-Alzheimer-Tag 2011 in Heidelberg seine Arbeit aufgenommen hat. Heute heißt die Diagnose immer häufiger Demenz. Dabei belegen zahlreiche Forschungsarbeiten, dass Demenz im 21. Jahrhundert kein Schicksal mehr sein muss. Doch was nützt die beste Forschung, wenn die Menschen ihre Ergebnisse nicht kennen?
Hier setzt Nichtvergessen e. V. an und agiert als „Dolmetscher“ zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Ziel des Vereins ist es, generationsübergreifend über moderne Möglichkeiten der Demenzprävention aufzuklären. „Nur mit einem hohen Maß an öffentlicher Aufmerksamkeit erreichen wir, dass sich die Menschen mit dem Thema Demenz auseinandersetzen. Und wer Demenz ernst nimmt, kann sie auch bekämpfen“, so die Überzeugung der Gründungsmitglieder von Nichtvergessen e. V., die vornehmlich aus der Kommunikationsbranche und der Medizin kommen.
Motiviert durch persönliche Erfahrungen mit Demenzfällen im familiären Umfeld und ermutigt durch das „Säulen-Modell der Prävention“ des Heidelberger Alzheimer-Experten Professor Konrad Beyreuther, der den Verein als wissenschaftlicher Beirat unterstützt, treiben die Heidelberger Unternehmer das Projekt „Nichtvergessen“ seit zwei Jahren voran. Vereinsgründer Kappey betont: „Mit dem Launch der Webseite nichtvergessen.info können wir aktuell und zentral über Frühdiagnose, Erkennung von Risikofaktoren und präventive Maßnahmen informieren. Jeder soll wissen: Demenz vorbeugen ist möglich.“
Die neue Website ist zu finden unter www.nichtvergessen.info.
Quelle: Nichtvergessen! e. V. via Presseportal openBroadcast
Alzheimer – die Nase kann die Krankheit früh verraten!


Ablagerungen des Tau-Proteins in der Nase eines Menschen können Indiz für eine Alzheimer-Erkrankung sein. Sie lassen sich durch einen Spezialfarbstoff sichtbar machen. Diese Methode könnte irgendwann zur etablierten Diagnose für Alzheimer-Patienten im frühen Stadium reifen. Das hat jetzt ein Team aus Chemikern der Technischen Universität (TU) Darmstadt und Pathologen des Klinikums der Stadt herausgefunden.
Die Forscher fanden das Protein „Tau“ in der Nasenschleimhaut. Dieses Protein bindet sich im gesunden Körper an Zytoskelett-Proteine, so genannte Mikrotubuli. Das Zytoskelett trägt vor allem zur Stabilisierung von Zellen im menschlichen Körper bei. Bei Alzheimer-Patienten ließ sich dieses Protein bisher in erhöhter Konzentration im Zellkörper und in Dendriten von Zellen im Gehirn und in den Augen nachweisen. Dendrite sind vom Zellkörper ausgehende Fortsätze, über die Signale von Zellen an andere Zellen übertragen werden. Durch das dort abgelagerte Protein „Tau“ scheint die Signalübertragung gestört zu werden.
Die Forscher aus Darmstadt haben das Protein jetzt mit dem von ihnen genutzten Farbstoff in einem frühen Alzheimer-Stadium auch in der Nase nachgewiesen. Könnten Mediziner Alzheimer dadurch in Zukunft frühzeitig diagnostizieren, ließe sich der Verlauf der Krankheit oftmals verlangsamen. Im Rahmen der Diagnostik würde der Farbstoff einem möglichen Alzheimer-Patienten beispielsweise als Nasenspray oder Tablette verabreicht. Der behandelnde Arzt könnte dann anschließend, etwa mit einem Licht-Endoskop, die Nase des Patienten untersuchen. Bis diese Diagnose-Variante Einzug in medizinische Praxis hält, wird jedoch voraussichtlich noch etwas Zeit vergehen.
Ein wesentliches Problem ist der neue Farbstoff. Seine Verträglichkeit für den menschlichen Körper muss erst in Versuchen nachgewiesen werden, bevor er bei lebenden Menschen eingesetzt werden darf. Dieser Nachweis kann laut Boris Schmidt drei bis fünf Millionen Euro kosten, schreibt das Wissenschaftsportal „Wissenschaft.de“. Forscher wie Boris Schmidt können den Farbstoff daher vorläufig nur bei Nasen verstorbener Menschen testen oder auf Gewebeproben zurückgreifen, die lebenden Menschen entnommen wurden.
Quellen:
http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/314550.html
http://www.abendblatt.de/ratgeber/wissen/article2098779/Forscher-Alzheimer-ist-in-der-Nase-erkennbar.html
http://www.netdoktor.de/News/Alzheimer-Nase-verraet-Erkr-1136004.html
http://www.welt.de/gesundheit/article851220/Weniger_TAU_Protein_verhindert_Alzheimer.html
„Den Ort verwechselt“ ist für den Politik-Award nominiert
Vielen Menschen ist der TV-Spot bekannt, in dem Schlagersänger Roberto Blanco versehentlich die Bühne eines Heavy-Metal-Konzerts der Band Sodom betritt und die für ihn ungewohnte Situation nur mit Mühe und Flexibilität am Ende meistert. Der Spot ist Teil der Öffentlichkeitsarbeit, mit der die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Menschen für das Thema „Demenz“ sensibilisieren möchte. Umgesetzt wurde die Kampagne mit dem Titel „Den Ort verwechselt“ kostenfrei von der Werbeagentur „Zum goldenen Hirschen Köln GmbH“. Nominiert wurde sie jetzt für den Politik-Award, der am 28. November 2011 vergeben wird.
„Den Ort verwechselt? Für 1,2 Millionen Menschen in Deutschland ist das Alltag. Sie leiden an Demenz. Vergessen wir sie nicht.“ Mit diesen Worten schließt der Clip. TV-Sender wie RTL, Super RTL und n-tv sendeten ihn kostenfrei und seine Wirkung kann sich sehen lassen. „Die Kampagne erzielte im März 2011 alleine in TV- und Printmedien über 32 Millionen Kontakte“, schreibt die Agentur. Berichte über den TV-Spot erschienen beispielsweise in den Zeitungen Bild am Sonntag, Der Westen und Kölner Express sowie auf dem Onlineportal Bild.de. Zusätzlich, so die Agentur weiter, konnte der Traffic auf der Website der Deutschen Alzheimer Gesellschaft verdreifacht werden.
Der Politik Award, für den die Kampagne nominiert wurde, könnte ein weiterer Erfolg werden. Der Preis wird im Rahmen einer Gala am 28. November im Berliner Tipi am Kanzleramt zum neunten Mal verliehen. Insgesamt wird es Preise für Kampagnen in fünf Kategorien geben, wobei „Den Ort verwechselt“ als „Kampagne gesellschaftlicher Institutionen“ nominiert ist. Ins Leben gerufen wurde der Preis vom deutschen Fachmagazin für politische Kommunikation „politik&kommunikation“. In der Jury des Politik Awards sitzen Vertreter aus Werbung, Medien, Wissenschaft und Politik.
Quellen:
http://www.deutsche-alzheimer.de/index.php?id=48&news=118
http://www.politikaward.de/
http://www.slideshare.net/zumgoldenenhirschen/roberto-meets-sodom

